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Maranhão ist ein Bundesstaat im Nordosten von Brasilien. Er grenzt an die brasilianischen Bundesstaaten Piauí, Tocantins und Pará. Maranhão hat 5.651.475. Die Hauptstadt von Maranhão ist São Luís. Maranhão ist durch den abrupten Übergang von Vegetationstypen geprägt: Mangrovenwälder bzw. Sanddünen an der Küste und Steppe im Sertão.
São Luís ist die Hauptstadt von Maranhão, eine wichtige Industriestadt, als Hafen der Endpunkt der Bahnstrecke aus dem Eisenerzgebiet Carajás, und hat eine koloniale Altstadt, die als Weltkulturerbe nach und nach restauriert wird.
Alcântara liegt auf der anderen Seite der Baía de São Marcos. Die Stadt bietet einen extremen Kontrast von verfallender ehemaliger kolonialer Größe und High-Tech in Form des brasilianischen Weltraumbahnhofs.
Nur wenige Kilometer südlich von São Luís beginnt die unwegsame Baixada Maranhense um die Mündung des Rio Mearim. Hunderte von Seen wie die Lagoa Cajari oder Lagoa do Viana bilden das größte Gebiet von natürlichen Seen im Nordosten Brasiliens.
Weiter im Westen liegt das kaum zugängliche Naturreservat der Reentrâncias Maranhenses mit ausgedehnten Mangrovenwäldern auf Hunderten von Inseln und Halbinseln mit ausgeprägten Gezeiten.
Im Nordosten umfasst der Nationalpark der Lençóis Maranhenses ein etwa 100 km langes und 70 km breites Gebiet von Sanddünen mit eingelagerten kleinen Seen. In der Nähe des amazonischen Regenwaldes ist die brasilianische Wüste überraschend. Durch die neue Straße nach Barreirinhas sind die Lençóis gut erreichbar und erleben einen großen Ansturm von Touristen. Mit Booten erreicht man Atins mit Zugang zum Dünengebiet und Caburé, wo man abseits städtischer Hektik am Meer oder Fluss wandern und baden kann. 20 km östlich und nur über den Strand erreichbar liegt am Rande der kleinen Bettlaken (Pequenos Lençóis) Paulino Neves. Ein weiterer, ruhiger Ort an der Küste ist Tutóia, der westliche Ausgangspunkt für Bootsfahrten in und durch das inselreiche Parnaíba-Delta.
Die größten Städte sind: São Luís · Imperatriz · Caxias · Timon · São José de Ribamar · Codó · Açailândia · Bacabal · Paco do Lumiar · Santa Luzia · Barra do Corda · Santa Inês · Pinheiro · Balsas · Chapadinha · Buriticupu · Coroatá · Grajaú · Itapecuru Mirim und Zé Doca.
Wichtigste Einkommensquelle ist der Bergbau. Das Eisenerz aus Carajás (Pará) kommt über eine Bahnlinie und wird von dem Hafen der Companhia Vale do Rio Doce bei São Luís exportiert, jährlich etwa 50 Millionen Tonnen.
Angebaut werden Soja, Reis, Mais, Cajú, Maniok.
Gegenüber von São Luís liegt bei der Kolonialstadt Alcântara das brasilianische Raumfahrtzentrum.